Kennst du das, dass du zuweilen unsichtbar sein willst? Du fühlst dich nicht schön, attraktiv, liebenswert, stark, rein, sexy, cool genug und und und... Du hast den Eindruck, dich verbiegen und anders sein zu müssen, um dazu zu gehören. Vielleicht wünschst du dir sogar für Deine/n LiebhaberIn eine Auswahl an für Ihn /Sie passenden Reizen, z.B. eine vergrößerte Brust, einen flacheren Bauch (wie Twiggy), faltenlose Haut (Botox), eine ausgeprägtere Männlichkeit (Viagra), beeindruckende Muskelpakete (Bodybuilding), eine steile Karriere. Selbst Kinder und Jugendliche fühlen sich schon überfordert von den Erwartungen, die Schule, Familie und Gesellschaft mit sich bringen. Überall findet sich eine verzweifelte, oft unbewusst am Selbstwertgefühl nagende Empfindung, unzureichend zu sein. In vielen Bereichen fühlen wir, als bekämen wir einen Stempel aufgedrückt mit der Zensur: ungenügend - 6! Selbst Erniedrigungen werden in Kauf genommen, um groß herauszukommen. Zuweilen ist sogar der 2. Platz schon eine Katastrophe, es muss der Erste sein. Doping kommt dann gerade gelegen.

 

Welcher Antrieb steht hinter diesem immensen, oft selbstzerstörerischen Aufwand?

 

MANGELNDES SELBSTWERTGEFÜHL.

 

Dieses wurde uns seit unzähligen Generationen individuell und kollektiv anerzogen von Eltern und anderen Autoritäten, die ihrerseits Opfer von "Gehirnwäsche" waren.

 

Was macht ein GESUNDES SELBSTWERTGEFÜHL aus?

 

Was brauchen wir wirklich, um uns sicher, wertvoll und geborgen zu fühlen? Wer oder Was verleiht uns die Bestätiugung ein wertvolles Geschöpf zu sein mit einem Geburtsrecht auf Liebe? Wer vermittelt mir das Bewusstsein, dass ich Würde in mir trage, die Würde, ein Mensch zu sein?

 

Sind es die Anderen (Autoritäten, Kollegen, Liehaber, der Chef...) oder bin ich es in meinem tiefsten Seelengrund selbst und kann es nur nicht erkennen aufgrund der Schleier, die durch Konditionierung auf mich gelegt wurden.

 

Hypnose bzw. Hypnoanalyse ist ein wundervoller Weg die Schleier zu lüften, mich als wertvollen Menschen zu begreifen und mit einer bejahenden Einstellung mein Leben zu meistern.

 

Eine kleine besinnliche Geschichte: Sich Vergleichen...nein danke !
Der König und das Gänseblümchen

Es wird die Geschichte eines Königs erzählt, der eines Morgens in seinen Garten ging, um zu entdecken, dass alles verdorrte und abstarb. In der Nähe des Tores stand eine alte Eiche; der König fragte, was sie denn bekümmere. Die Eiche erzählte ihm, die sei lebensmüde und wolle sterben, weil sie nicht so groß und schön sei wie die Kiefer; die Kiefer aber war niedergeschlagen, weil sie keine Trauben hervorbringen konnte wie der Weinstock. Der Weinstock wollte einschrumpfen und verschwinden, weil er nicht aufrecht stehen und solch schöne Früchte wie der Pfirsichbaum entwickeln konnte. Unter den Blumen regte sich die Geranienpflanze darüber auf, dass sie nicht so groß und duftend war wie die Lilie, und so ging es weiter durch den ganzen Garten.

 

Als der König zu einem Gänseblümchen kam, war er angenehm überrascht, dass dessen leuchtendes Gesicht so fröhlich aufgerichtet war wie immer. „Nun, Gänseblümchen, ich bin glücklich, dass ich mitten in dieser Mutlosigkeit wenigstens eine tapfere kleine Blume entdecke. Du bist anscheinend überhaupt nicht niedergeschlagen.“

 

Das Gänseblümchen erwiderte: „ Obwohl ich nicht viel darstelle, bin ich glücklich, weil ich weiß, dass du, wenn du eine Eiche oder eine Kiefer oder einen Pfirsichbaum oder eine Lilie gewollt hättest, eine gepflanzt hättest. Da ich weiß, dass du ein Gänseblümchen wolltest, bin ich entschlossen, das beste kleine Gänseblümchen zu sein, das ich sein kann.“

 

Aus: Swamini Krishnamrita Prana, Inneres Lächeln