Trauerbewältigung

 

Wenn Sie einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Tier durch den Tod verloren haben und sich dadurch hilflos dem Schmerz ausgeliefert fühlen, kann Hypnose eine große Hilfe sein.

 

In der ersten Phase des Trauer-Erlebens wird der Schmerz oft nicht wahrgenommen. Trauernde funktionieren zunächst einfach nur, um den Alltag und die anstehenden Aufgaben bewältigen zu können, und spalten ihre Gefühle ab.

 

Dann folgt die Phase des unmittelbaren Schmerzes: Viele "Warums" tauchen auf, begleitet von Schuldzuweisungen an andere, an die göttliche Macht und an sich selbst. "Warum passiert das gerade mir? Hätte ich doch mehr tun können? Wäre es Gott nicht möglich gewesen diesen grausamen Schlag zu verhindern? Warum haben die Ärzte nicht mehr getan?"

 

Eine innere Leere tut sich auf – ein schwarzes Loch – wenn dies der Fall ist, möchte ich aus eigener Erfahrung anraten, kompetente Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn ein Mensch Zahnschmerzen hat oder eine Magenverstimmung, dann ist es oft völlig normal fachärztliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen, doch wenn unsere Seele weint, wenn wir von hart zu bewältigen Ereignissen uns überschwemmt fühlen, sind wir in einer Gesellschaft, in der groß geschrieben wird, noch wie ein Roboter funktionieren zu müssen - einfach nicht geübt darin, uns für unser "erschüttertes Herz" Beistand zu holen. Und für die Männer gilt immer noch: ein Indianer kennt keinen Schmerz!

 

Hypnose bietet eine gute Möglichkeit, dem eigenen Schmerz in einem Schutzraum zu begegnen und anzunehmen. So kann die Liebe zu sich selbst und dem Toten wieder erwachen und frischen Lebensmut schenken.